Menu ausklappen

Immuntherapie

Immuntherapie

Wie funktioniert eine Immuntherapie bei Krebs?

Die klassische zytotoxische Chemotherapie hat bei der Behandlung von Tumorerkrankungen sicher Verdienste erworben. Der absolute Nutzen einer solchen Therapie hängt jedoch von der individuellen Tumorbiologie ab. In der heutigen klinischen Praxis sind diese Therapien weitgehend ungezielt. Das führt oft zu einer Frustration der Patienten, verstärkt noch durch die häufigen gravierenden Nebenwirkungen der Zytostatika.   Neuartige gezielte Therapien (Target-Therapien) und verschiedene Immuntherapien haben das Potential klassische Chemotherapien abzulösen. Ein tieferes Verständnis der Tumorgenetik und der immunregulatorischen Signalwege vor allem auch der Signalkaskaden, die zu einer Umgehung der Immunüberwachung des Tumors führen, haben zu einer Renaissance der Tumorimmuntherapie geführt. Checkpoint-Inhibitoren,  Medikamente wie z. B. Nivolumab (Anti-PDL1-Antikörper) hemmen einen der Fluchtwege, den der Tumor gegen eine erfolgreiche Immunabwehr einsetzt.  Nivolumab ist der erste PD-1- Inhibitor, der einen Überlebensvorteil im Vergleich zu Docetaxel bei  Patienten (mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs) zeigen konnte. Beeindruckende Erfolge dieser Form von Immuntherapie werden auch bei malignen Melanomen berichtet. Im wissenschaftlichen und klinischen Fokus der NextGenOncology Group steht die Entwicklung und Nutzung von Krebsimpfstoffen auf der Basis von mutierten Neoantigenen. Ziel ist die Herstellung individualspezifischer Peptidimpfstoffe. Für die Impfstoffentwicklung werden alle Gene des Tumors, die für Eiweiße kodieren, auf Mutationen hin untersucht (Exom-Sequenzierung). Alle im Tumor gefundenen genetischen Veränderungen werden dann über eine parallele Exom-Sequenzierung mit dem Blut abgeglichen. Dadurch ergeben sich genetische Merkmale, die absolut tumorspezifisch sind und sich für die Herstellung eines personalisierten Impfstoffs eignen könnten. In einem weiteren Schritt wird dann analysiert, ob und gegebenenfalls welcher Bereich des Eiweißes, der die Mutation enthält, von dem individuellen Antigen-präsentierenden System (HLA-Haplotyp) des Patienten den Abwehrzellen gezeigt werden kann. Exakt dieser Bereich wird dann nachgebaut und als Impfstoff verwendet. Ein persönlicher Krebsimpfstoff enthält dabei in der Regel eine Gruppe von bis zu 10 solcher absolut spezifischen Peptide.

Möchten Sie mehr zu einer möglichen Immuntherapie erfahren?

Gerne besprechen wir Ihre individuelle Situation mit Ihnen!