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Sarkome

Sarkome sind seltene bösartige Tumoren, die entweder vom Weichteilgewebe (z.B. Bindegewebe, Muskelgewebe, Fettgewebe, Blutgefäße) oder vom Stützgewebe (Knochen, Knorpel) ausgehen. Die aktuelle Klassifikation der WHO (World Health Organisation) unterscheidet etwa 100 verschiedene Entitäten (Formen) der Sarkome. Diese unterscheiden sich nach Herkunft, mikroskopischem Aussehen, molekulargenetischen Veränderungen und ihrem biologischen Verhalten. Prognose, Therapiewahl und Therapieerfolg hängen ganz entscheidend davon ab. Eine möglichst genaue Charakterisierung dieser Tumoren ist der beste Garant für einen optimalen Therapieerfolg. Die personalisierte Therapie nimmt einen zunehmend größeren Stellenwert ein, doch auch für gezielte Behandlungsansätze (Target-Therapien) existiert eine große Variabilität des individuellen Ansprechens, welches sich aber durch molekulare Untersuchungen gut vorhersagen lässt. So können für individuelle Patienten wirkungslose Therapien, überflüssige Behandlungen und vermeidbare Nebenwirkungen verhindert werden.


Von den über 20000 Genen des Tumors, deren Aktivität das tumorbiologische Verhalten (Wachstumsgeschwindigkeit, Agressivität, Metastasierung, Ansprechen auf bestimmte Therapien) bestimmt, werden heute nur wenige Gene bei der Therapiewahl berücksichtigt.

Von einem schwimmenden Eisberg sind weniger als 20% oberhalb der Wasserlinie sichtbar, von den therapierelevanten Tumorgenen dürfte der erkennbare Anteil dagegen nur im Promillebereich liegen.

Neue Untersuchungsmethoden charakterisieren den Tumor

Mit der umfassenden Analyse behandlungsrelevanter Genaktivitätsmuster des Tumors liefert der PANTHER-Test einen wichtigen Beitrag zur Personalisierung der Tumorbehandlung. Der 3D-Spheroid-Chemosensitivitätstest erlaubt eine gezielte Zytostatikatherapie und nicht nur eine Behandlung nach dem Trial-and-Error-Prinzip, bei dem der Patientin/dem Patieten eine starke Einschränkung der Lebensqualität bei unsicheren Erfolgsaussichten zugemutet wird. Dank neuer molekularbiologischer und biomedizinischer Erkenntnisse rücken Target-Therapien (gezielte Krebstherapien) immer mehr in den Vordergrund des medizinischen Interesses. Molekulare Ziele der Target-Therapien sind für individuelle Tumoren charakteristische Mutationen oder erhöhte Aktivitäten von Krebsgenen. Innovative Verfahren wie der PANTHER-Test in Verbindung mit umfassenden Mutationsuntersuchungen der wichtigsten Krebsgene und Tumorsuppressorgene, MultiOnkogenMutationstests (MOMs), entschlüsseln individuelle Krebsgenome bezüglich solcher Merkmale, die für eine Target-Therapie geeignet sind. Solche kombinierten CancerGenomeLandscape Assays stehen je nach Problemstellung in verschiedenen Varianten zur Verfügung.

Differentieller Chemo-/ Biologikasensitivitätstest (DCBS)
auf der Grundlage von 3D-Spheroiden

 

Sanfte Krebstherapie durch Personalisierung

Der Traum einer personalisierten hochspezifischen sanften Krebstherapie dürfte durch Innovationen bei der Entwicklung von individuellen Impfstoffen der Verwirklichung näher kommen. Neue diagnostische Verfahren, pan-genomische PANTHER-Genaktivitätsuntersuchungen und EXOM-MOMs könnten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung individueller Krebsimpfstoffe leisten.

Gerade im Zusammenhang mit der Herstellung solcher personalisierten Krebsimpfstoffe kann es von entscheidender Bedeutung sein, darauf Wert zu legen, dass ein Teil des Tumorgewebes bei der Operation für solche Zwecke tiefgefroren (kryokonserviert) wird. UOMORPHIS bietet eine solche Kryokonservierung an, entweder als Standardkonservierung in der Dampfphase von flüssigem Stickstoff bei einer Temperatur von minus 190 Grad Celsius oder als LIFE-Kryokonservierung, bei der die Tumorzellen isoliert und Computer-kontrolliert in einem Spezialmedium lebend eingefroren werden.

Um Ihren persönlichen Weg für eine erfolgreiche Behandlung zu finden, können Sie sich gerne auch persönlich durch Prof. Bojar beraten lassen.

Wir beraten Sie bei der Wahl der richtigen Therapie bei Sarkome!


Untersuchungsmethoden bei Sarkome


Chemo-/ Biologikasensitivität

Der Test bestimmt das Ansprechen auf Zytostatika und naturheilkundlichen Medikamenten an isolierten lebenden Tumorzellen.

Endopredict

Der molekulargenetische Test dient der Bestimmung des Risikos Lymphknoten-negativer und–positiver primärer Brustkrebserkrankungen zu metastasieren. Er dient als Entscheidungshilfe bei der Entscheidung für oder gegen eine adjuvante Chemotherapie.

MultiOnkogen Mutationstests (MOMs)

Hierbei handelt es sich um verschiedene umfangreiche Mutationsuntersuchung. Auf die individuelle Tumorerkrankung zugeschnitten identifizieren sie behandlungsrelevante Mutationen für Target-Therapien.

Panther-Test

Der umfassendste molekulargenetische Test bestimmt die Aktivität aller Gene eines Tumors. Er erlaubt Aussagen zum Erkrankungsrisiko bei primärem Brustkrebs (OncoAssay Score) und zum Ansprechen auf diverse Therapiemodalitäten. Für alle Tumorarten geeignet.

upa PAI 1

Proteasen (uPA/PAI-1)

Der Test dient der Bestimmung des Risikos Lymphknoten-negativer primärer Brustkrebserkrankungen, weiter fortzuschreiten. Er dient als Entscheidungshilfe bei der Entscheidung für oder gegen eine adjuvante Chemotherapie.

zirkulierende Tumor DNA

zirkulierende Tumor DNA

Der Test identifiziert Mutationen in Tumor-DNA aus Serum oder Plasma. Er dient der Real-time Mutationsanalyse bei verschiedenen Tumorerkrankungen unter Target-Therapien (Real-time liquid biopsy). Resistenzen durch Target-Verlust können damit frühzeitig erkannt werden.

CTC circulating tumor cells

Zirkulierende Tumorzellen (CTC)

Der Test dient der Bestimmung der Belastung des Blutes durch Tumorzellen. Er erlaubt eine molekulargenetische Charakterisierung der Tumorerkrankung (Real-time liquid biopsy).

NextGen Oncology Group

NextGen Oncology Group