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MultiOnkogen Mutationstests (MOMs)

Mutanom-Chiptechnologie

Genmutationen sind dauerhafte Veränderungen einzelner Genabschnitte. Solche Veränderungen können entweder nur im Tumor auftreten (somatische Mutationen, nicht erblich) oder in allen Körperzellen nachweisbar sein (Keimbahnmutationen, erblich). Mutationen spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Tumoren und ihrer weiteren Entwicklung. In der Präzisionsmedizin haben sie eine große Bedeutung. Sie können entweder selbst Ziel neuartiger Medikamente sein oder durch die von  ihnen hervorgerufenen Veränderungen von Stoffwechselwegen und Signalkaskaden Indikatoren für einen gezielten indirekten therapeutischen Eingriff darstellen. Betrachtet man die Bedeutung von Mutationen für die Tumorentwicklung und für die Therapie, unterscheidet man zwischen wichtigen Driver-Mutationen und nachgeordneten Passenger-Mutationen. Das Muster der Mutationen bei Tumorerkrankungen ist individuell sehr verschieden. Da Mutationen mehr und mehr das Ziel neuartiger Krebsmedikamente darstellen, ist es entscheidend den individuellen Mutationsstatus einer Tumorerkrankung zu kennen. Quantensprungartige Fortschritte in der Technik der Mutationsanalysen (Next-generation Sequenzierung) haben die Voraussetzung geschaffen, eine Reihe von Mutationen parallel zu untersuchen. Der Grad der Parallelität reicht dabei von 16 Krebsgenen und Tumorsuppressorgenen bis hin zu allen über 20 000 Genen des Menschen.  Je nach klinischer Fragestellung kann ein 16-Gen-Assay ausreichen (zum Beispiel als Basisuntersuchung bei Dickdarmkrebs oder nicht-kleinzelligem Lungekrebs). Wird dagegen eine Krebsimpfung mit Peptiden (künstlich hergestellten Eiweißbruchstücken) aus mutierten Neoantigenen geplant, dann ist eine Mutationsanalyse aller über 20 000 Gene notwendig (Mutanom Analyse). Zur Frage, welcher der unterschiedlichen MultiGenMutationstests (MOMs) für Ihre individuelle Erkrankung am sinnvollsten ist, beraten wir Sie gerne.

Testvoraussetzungen

Optimal geeignet für die hochaufgelöste Mutanom-Chiptechnologie ist tiefgefrorenes Tumorgewebe. Formalin-fixiertes Paraffin-eingebettetes Gewebe kann für alle übrigen MOMs verwendet werden. Kleinste Gewebemengen (z. B. wenige Schnitte von Nadelbiopsien) reichen schon aus. Detaillierte Angaben für die Probengewinnung liegen den Specimen Collection and Transport Kits bei.

Testdauer

Maximal 14 Tage für alle MOMs außer Mutanom-Analysen (4-6 Wochen).

Logistik

Die Vorlaufzeit für den Transport von tiefgefrorenen Geweben, Material aus Pleuraergüssen oder Ascites beträgt bundesweit mindestens 24 Stunden vor einem geplanten Eingriff. FFPE-Blöcke werden von uns bei dem jeweiligen Institut für Pathologie angefordert. Ein Anruf genügt (Festnetz: 0211 4477 4388 oder Mobil/Hotline: 0171 784 989 4). Wir kümmern uns dann um die gesamte Logistik.

Wir beraten Sie bei der Wahl der richtigen Therapie!