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Zirkulierende freie Tumor-DNA (cftDNA)

Grundlage dieses neuartigen Untersuchungsverfahren ist die Tatsache, dass Serum neben Eiweiß, Fetten und anderen Bestandteilen auch freie zirkulierende DNA enthält. Diese DNA stammt aus verschiedenen Qellen, von denen eine Tumorzellen sind. Diese DNA bezeichnet man als zirkulierende freie Tumor-DNA, abgekürzt cftDNA. DNA im Serum ist sehr stabil und eignet sich deshalb für Untersuchungen von Tumorerkrankungen. In diesem Zusammenhang spricht man von „Liquid Biopsy“. Der Begriff signalisiert, dass es sich um eine Verfahren handelt, mit dem man ohne Skalpell, d. h. ohne den Tumor selbst zu biopsieren oder Metastasen zu entfernen, therapieentscheidende Information über die Erkrankung gewinnen kann. Möglich gemacht hat diese Untersuchungen die Entwicklung neuartiger sehr empfindlicher DNA-Untersuchungsverfahren. Bei diesen Untersuchungen handelt es sich vor allem um Mutationsanalysen. Moderne gezielte medikamentöse Tumortherapien (Targeted Therapy) haben meistens Tumorzellen mit spezifischen Mutationen im Fokus. Ein Paradebeispiel dafür sind Mutationen des BRAF-Gens (BRAFV600E) bei einem Teil der Patienten mit schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom), die den Tumor empfänglich für eine Behandlung mit Vemurafenib (Zelboraf) machen. Unter der Behandlung mit solchen gezielten Therapien treten häufig Resistenzen auf. Der Tumor beginnt erneut zu wachsen. Der Grund dafür ist das Auftreten neuer Mutationen, die eine Anpassung des Therapiekonzeptes erfordern. Durch das „Liquid Biopsy“- Verfahren kann man zu jedem Zeitpunkt (real-time) den therapierelevanten Mutationsstatus des Tumors analysieren und die Behandlung rechtzeitig anpassen.  Damit stellt dieses Verfahren ein wichtiges diagnostisches Werkzeug für die individualisierte onkologische Präzisionsmedizin dar.

Testvoraussetzungen

Für diese Untersuchungen benötigen wir 10 ml EDTA Blut bzw. 5 ml  Serum.

Testdauer

1 bis 2 Wochen.

Wir beraten Sie bei der Wahl der richtigen Therapie!