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Kryoprotektion Ihres Tumorgewebes für die Therapie von Morgen

Nur ein kleiner Anteil der heutigen Krebsmedikamente kann so gezielt eingesetzt werden, dass für den einzelnen Patienten die Wirksamkeit auf Basis von Laboruntersuchungen am Tumorgewebe vorhergesagt werden kann. Das ist der Grund dafür, warum Therapien auch versagen können. Das Bestreben der Pharmaforschung ist es deshalb, Medikamente zu entwickeln, bei denen der Wirkungsmechanismus genau bekannt ist, sodass mit Hilfe von Labortests festgestellt werden kann, ob ein Patient die Chance hat von der Therapie zu profitieren.
Da Tumoren in ihren Eigenschaften fast so individuell sind wie ein Fingerabdruck, ist es sinnvoll, eine Probe des Tumorgewebes aufzubewahren, um im Bedarfsfall feststellen zu können, ob der eigene Tumor sich für eine zukünftige Behandlung eignet oder nicht. Das Sichern einer solchen Probe ist auch deshalb wichtig, weil im Fall eines Fortschreitens der Tumorerkrankung Metastasen auftreten können, die häufig nicht ohne Risiko für den Patienten zugänglich sind.
Auch Patienten, die nach abgeschlossener Primärbehandlung ohne erkennbare Metastasierung für ein neues vielversprechendes Medikament in Frage kämen, könnten die dafür notwendigen Untersuchungen am eingelagerten Kryomaterial durchführen lassen. Darüber hinaus besteht für Patienten die Möglichkeit, ihr Tumorgewebe steril aufbewahren zu lassen, um es später für die Herstellung eines individuellen Krebsimpfstoffs nutzen zu können.

“Lassen Sie Ihr Tumorgewebe  heute kryokonservieren für die Krebstherapie von morgen”

Die beste und für einige Behandlungsoptionen (Impfstoffherstellung) einzig mögliche Aufbewahrungsmethode stellt die Kryokonservierung dar. Bei diesem Verfahren wird eine Referenzprobe des Tumorgewebes in der Gasphase von flüssigem Stickstoff bei – 190° C aufbewahrt. Unter diesen Bedingungen bleibt das Gewebe für menschliche Maßstäbe unbegrenzt in seinem ursprünglichen Zustand erhalten.

Eine besondere Form der Kryokonservierung ist unser KryoLife-Verfahren. Hierbei werden Tumorzellen lebend eingefroren. Dieses innovative Verfahren ist sehr aufwendig, hat jedoch den Vorteil, dass diese Zellen nach dem Auftauen weiterleben und zum Beispiel für die direkte Austestung von neuen Medikamenten zum Beispiel im Rahmen von Chemosensitivitästests verwendet werden können.

Die Uomorphis Biobank führt als einzige überregional operierende Institution die Kryoprotektion von Tumorgeweben in Deutschland durch. Es bestehen Kooperationsverträge mit verschiedenen Kliniken im Bundesgebiet. Aber auch einzelne Patienten, die an Kryokonservierung interessiert sind, können sich direkt an uns wenden. Wir organisieren dann den Transport und sprechen gegebenenfalls auch mit dem Operateur.

So funktioniert die Einlagerung

Häufige Fragen zur Kryoeinlagerung

Wie lange kann Tumorgewebe konserviert werden?

Wir kryokonservieren Ihr Tumorgewebe in der Damfphase von flüssigem Stickstoff bei ca. -190 Grad . Unter diesen Bedingungen beträgt die Haltbarkeit des Gewebes mehrere tausend Jahre.

Welche Vorteile habe ich von der Konservierung

Die Entwicklung neuartiger Medikamente für die Tumorbehandlung nimmt an Geschwindigkeit deutlich zu. Allein im Jahr 2012 befanden sich ca. 1000 neu Krebsmedikamente weltweit in der Entwicklung. Die Krebstherapie der Zukunft wird zunehmend personalisierter. Es entscheidet nicht mehr das “Versuch und Irrtum” Prinzip über den Erfolg einer Krebsbehandlung, sondern die individuelle Tumorbiologie. Kryokonservierte oder KryoLife-eingefrorene Tumorzellen sind von unschätzbarem Vorteil. Hieran lassen sich alle innovativen genetischen Untersuchungen durchführen, die den Tumor für neue Therapiemodalitäten qualifizieren. Dazu gehört auch der von uns angebotene CancerGenomeLandscape Assay, der nur an solchem kryokonserviertem Gewebe durchgeführt werden kann. Auch die identifizierung von HLA-assoziierten Peptiden für die Krebsimpfung benötigt alternativlos Kryogewebe.

Welche Kosten entstehen?

Für die Einlagerung im Zusammenhang mit Kooperationsverträgen fallen Kosten von 155€ (zzgl. MwSt) pro Kalenderjahr an. Wird die Gewebeentnahme in einer Klinik ohne Kooperationsvertrag durchgeführt, fallen zusätzlich Transportkosten und eine einmalige Einlagerungsgebühr von 190€ (zzgl. MwSt) an. Diese Gebühr gilt für das Standardverfahren. Besteht der Wunsch nach dem aufwändigeren KryoLife-Verfahren erhöht sich die einmalige Einlagerungsgebühr auf 390€ (zzgl. MwSt).

Lassen Sie Ihr Tumorgewebe einfrieren!

Und profitieren Sie von den stetig wachsenden Möglichkeiten, die der Fortschritt in der Krebsmedizin mit sich bringt.